Firmen, die aktive Konten bei Facebook und Twitter betreiben, konnten sich lange in der Sicherheit glauben, die Sozialen Medien gut abgedeckt zu haben. Diese Strategie, die über Jahre gut funktionierte, hat jedoch inzwischen ihr Verfallsdatum erreicht. Besonders junge Leute haben die Plattform Facebook entweder verlassen, oder sind dort kaum noch aktiv. Das Problem bei Twitter ist die Inflation an kommerziellen, politischen und gesellschaftlichen Anliegen, die dort verbreitet werden. Auch viele private Nutzer verwenden Twitter in letzter Zeit immer häufiger zur Verbreitung irgendwelcher Anliegen, was diese Webseite unattraktiv für viele private Nutzer macht. Viele andere Gründe und zahlreiche neue Netzwerke im Internet sorgen also dafür, dass Nutzer bei Facebook und Twitter weniger aktiv sind oder diese Plattformen gleich ganz verlassen haben. Firmen müssen auf diesen Trend reagieren.

Das Ende der Facebook und Twitter?

Facebook und Twitter hatten sich eine Weile als universelle Soziale Medien etabliert. Sie fungierten als Diskussionsplattform, Fotoalbum, Jobbörse, Nachrichtenwebseite, Messanger und vieles mehr. Für die Nutzer ging jedoch irgendwann die Übersichtlichkeit verloren und so entstanden immer mehr Spezialportale. Private Fotos werden heute immer seltener auf Facebook und Twitter geteilt, dafür sind eigene Medien, wie beispielsweise Instagram, Pinterest und Flickr, entstanden. Jobs werden bei LinkedIn oder Xing angeboten. Soziale Medien und Gemeinschaften wie Vimeo, YouTube oder Twitch haben sich auf andere Dinge spezialisiert und locken ebenfalls viele Besucher von Facebook und Twitter weg. Das Ende von Facebook und Twitter ist sicher noch lange nicht in Sicht, aber die beiden Platzhirsche haben starke Konkurrenz bekommen.

Soziale Medien mit Spezialisierungen

Die Zukunft wird noch mehr Spezialisierungen bringen. Soziale Medien, die neu entstehen, werden nicht mehr einen universellen Ansatz verfolgen und alle Funktionen anbieten und jedem Nutzer etwas bieten. Wer chatten will, wird eine andere Plattform nutzen, als jemand, der Fotos tauschen will oder über Politik diskutieren möchte. Für Firmen bedeutet dies, dass Sie ihre Zielgruppen in Zukunft auch spezialisierter erreichen können, dafür aber andere Soziale Medien nutzen müssen.